gefunden auf https://www.geocaching.com/geocache/GC1HQFC_bueltengraben?guid=811d7872-9f8d-4c19-b758-1d3daa913e82
"Es war einmal - vor 1936 - da befand sich hier im Nordosten Braunschweigs die Feldmark Hagen, die als Ackerland zur Versorgung des Weichbilds Hagen bzw. der Stadt Braunschweig diente. Ein wenig wurde es auch als Viehweide genutzt sowie für Obst- und Kleingärten. Nördlich der Ottenroder Straße gab es so gut wie keine Bebauung. Die Straßenbrücke des Bienroder Wegs existierte auch noch nicht; es gab lediglich einen hölzernen Steg für Fußgänger und eine Furt für Reiter. Eine Querung der Schunter mit Fahrzeugen war an dieser Stelle bis 1936 nicht möglich. Die nächsten Straßenbrücken waren in Querum und in Bienrode.
Das Gelände war feucht durch die häufigen Überschwemmungen der Schunter. Die Feldmark Hagen wurde durch den Bültengraben entwässert, der von Süden aus dem Bereich des heutigen Gotenwegs im südlichen Siegfriedviertel kam (dort befindet sich heute noch eine deutlich erkennbare Senke). Er floss nach Osten, knickte auf Höhe Beethovenstraße vor dem Bahndamm nach Norden ab und traf auf Höhe der Lübeckstraße zwischen den Hausnummern 8 und 9 (größerer Häuserabstand!) auf das Gebiet des östlichen Teils der heutigen Schuntersiedlung. Er floss dann an dem Punkt vorbei, mit dessen KOs dieser Cache abgespeichert ist. Gehe dorthin und schaue, wie das Gelände dort heute genutzt wird! Kurz hinter der heutigen Riekestraße knickte er nach Westen ab, querte den Bienroder Weg auf Höhe Tostmannplatz und floss dann durch den westlichen Teil der heutigen Schuntersiedlung. Er mündete schließlich in Höhe Butterberg in die Schunter.
1936/7 wurde die Schuntersiedlung erbaut. Um trockenen Grund zu erhalten, wurde das ganze Gebiet um mehrere Meter mit Sand aufgeschüttet. Daher ist es hier jetzt trocken - abgesehen von „Jahrhunderthochwassern“. Die letzten fanden 2002 und 2003 statt. In einem kurzen Zwischenstadium existierte der Bültengraben noch einige Zeit; er wurde jetzt im östlichen Teil der Schuntersiedlung direkt in die Schunter geführt, da der erhöhte Straßendamm des Bienroder Wegs sein Überleitung in den westlichen Teil der Schuntersiedlung verhinderte. Schließlich verlor der Bültengraben seine Bedeutung und wurde im Bereich der Schuntersiedlung zugeschüttet. Sein südliches Einzugsgebiet entwässert jetzt nach Osten in die Mittelriede.
Am südlichen Rand der Schuntersiedlung im weitgehend unveränderten Teil des Landschaftsschutzgebiets sind vom Bültengraben heute noch einige Reste erkennbar, die im Zuge dieses Caches angesteuert werden. Mehr zur Geschichte der Gegend inkl. alten Karten, auf denen der Bültengraben erkennbar ist, gibt es auf dem Portal der Schuntersiedlung auf Schuntersiedlung-online.de unter „Stadtteilrundgang“ – „Geschichte“."
